Studienlage zu Botulinumtoxin bei Migräne
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Botulinumtoxin ist vielen als Faltenbehandlung bekannt. In der Neurologie hat es daneben eine eigene, deutlich ältere Geschichte.
Worum es geht
Für die chronische Migräne – definiert über eine hohe Zahl von Kopfschmerztagen pro Monat – ist eine Behandlung mit Botulinumtoxin in Deutschland zugelassen. Injiziert wird nach einem festgelegten Schema an definierten Punkten an Kopf und Nacken, nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten.
Was die Studien zeigen
Die Zulassung stützt sich auf größere kontrollierte Studien, in denen sich die Zahl der Kopfschmerztage im Mittel verringerte. Die Effektstärke wird in der Fachdiskussion unterschiedlich bewertet, und die Behandlung wirkt nicht bei allen gleich. Für die episodische Migräne, also die seltenere Form, ist der Nutzen nicht in gleicher Weise belegt.
Was das für die Praxis heißt
Die Migränebehandlung gehört in neurologische Hand und setzt eine gesicherte Diagnose voraus. Sie ist nicht dasselbe wie eine Faltenbehandlung und lässt sich auch nicht nebenbei mitmachen. Wer unter häufigen Kopfschmerzen leidet, sollte das zuerst fachärztlich abklären lassen.
Wir behandeln ästhetisch und verweisen bei neurologischen Fragestellungen an die passende Fachrichtung.