Microneedling: Wie die Haut auf Mikroverletzungen reagiert
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Beim Microneedling setzen feine Nadeln viele winzige Kanäle in die Haut. Der Reiz ist gewollt, denn er ist das eigentliche Wirkprinzip.
Was im Gewebe passiert
Der Körper behandelt jede dieser Mikroverletzungen als Reparaturauftrag. In der Folge laufen Prozesse an, die auch bei der normalen Wundheilung greifen: Zellen wandern ein, Botenstoffe werden ausgeschüttet, neues Bindegewebe entsteht. Weil die Verletzungen sehr klein und kontrolliert gesetzt sind, überwiegt der Umbau gegenüber dem Schaden.
Warum es Zeit braucht
Dieser Umbau läuft über Wochen, nicht über Tage. Direkt nach der Behandlung sieht man vor allem eine Rötung, die nach ein bis zwei Tagen abklingt. Das eigentliche Ergebnis zeigt sich später und summiert sich über mehrere Sitzungen. Deshalb wird Microneedling als Serie geplant, nicht als Einzeltermin.
Der Zusatznutzen der Kanäle
Die entstandenen Mikrokanäle sind für einige Stunden offen. In dieser Zeit lassen sich Wirkstoffe einbringen, die sonst kaum durch die Hornschicht gelangen. Welche sinnvoll sind, hängt vom Hautbild ab und sollte nicht nach Gefühl entschieden werden.
Ob Ihre Haut für eine Serie geeignet ist, klären wir vorab mit einer Beurteilung des Hautzustands.