Masseter-Botox bei Zähneknirschen: Was die Datenlage hergibt
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Die Behandlung des Kaumuskels mit Botulinumtoxin wird aus zwei sehr verschiedenen Gründen nachgefragt: wegen nächtlichen Zähneknirschens und wegen einer feineren Kieferkontur. Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe.
Der medizinische Hintergrund
Beim Bruxismus arbeitet der Kaumuskel nachts dauerhaft gegen sich selbst. Die Folgen reichen von Verspannungen über Kopfschmerzen bis zu Schäden an den Zähnen. Botulinumtoxin setzt an der Muskelaktivität an und soll die Spannung verringern.
Was die Forschung zeigt
Übersichtsarbeiten zu diesem Einsatzgebiet kommen überwiegend zu dem Schluss, dass sich Muskelaktivität und Beschwerden verringern lassen, weisen aber zugleich auf unterschiedliche Studienqualität und kleine Fallzahlen hin. Eine Behandlung ersetzt deshalb weder die zahnärztliche Abklärung noch eine Schiene, wenn diese angezeigt ist.
Der ästhetische Nebeneffekt
Lässt die Muskelaktivität nach, wird der Muskel über Wochen schmaler. Das untere Gesichtsdrittel wirkt dadurch feiner. Dieser Effekt ist der Grund, warum die Behandlung auch ohne Beschwerden nachgefragt wird. Die Dosierung wird so gewählt, dass das Kauen uneingeschränkt möglich bleibt.
Ob die Behandlung in Ihrem Fall infrage kommt, klären wir nach einer ärztlichen Einschätzung und gegebenenfalls in Abstimmung mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.